Behandlungsablauf

    • Terminvereinbarung: Buchen Sie Ihren Termin einfach hier über den Buchungskalender oder telefonisch unter 040 209 4000 4

    • Medizinische Unterlagen: Falls vorhanden, bringen Sie bitte relevante Befunde oder Unterlagen mit (z. B. MRT, Röntgen).

    • Überweisung: Eine Überweisung vom Hausarzt ist für die Behandlung nicht erforderlich. Für die Kostenerstattung bei gesetzlichen Krankenkassen ist häufig eine ärztliche Verordnung oder Empfehlung erforderlich. Diese kann Ihnen Ihr Hausarzt oder Facharzt ausstellen.

  • Eine osteopathische Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, in dem wir gemeinsam über Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte und Ihre Lebensgewohnheiten sprechen. So bekomme ich ein ganzheitliches Bild von Ihnen und Ihren individuellen Themen.

    Anschließend folgt eine sorgfältige Untersuchung mit den Händen. Dabei ertaste ich Spannungen, Blockaden und Bewegungseinschränkungen im Gewebe – etwa in Muskeln, Faszien, Gelenken oder auch im Bereich der inneren Organe. Diese Untersuchung hilft mir, mögliche Ursachen Ihrer Beschwerden zu erkennen.

    Auf dieser Grundlage beginnt die Behandlung. Mit sanften, manuellen Techniken wie Druck-, Zug- oder Dehnimpulsen unterstütze ich den Körper dabei, Spannungen zu lösen, die Balance wiederzufinden und die natürlichen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Eine Sitzung dauert in der Regel etwa 45 bis 60 Minuten.

  • Jede Beschwerde muss individuell betrachtet werden. In der Regel sind bei akuten Beschwerden mit klarem Auslöser (z.B. Unfall) 1- 3 Termine sinnvoll, bei chronischen Beschwerden 3 - 6 Termine.

  • Bitte tragen Sie bequeme Kleidung, in der Sie sich frei bewegen können.

  • Nach der Behandlung kann es zu leichter Müdigkeit oder muskelkaterähnlichen Beschwerden kommen – das ist normal und klingt meist nach 1–2 Tagen ab. Trinken Sie danach ausreichend und schonen Sie sich etwas.

  • Ja, Termine können bis zu 24 Stunden vorher kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Bei Absagen, die später erfolgen, oder bei Nichterscheinen muss die volle Behandlungsgebühr berechnet werden, da der Termin dann nicht mehr vergeben werden kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis

Behandlungskosten & Abrechnung

  • Die Kosten für eine Osteopathische Behandlung für Kinder betragen 100 € und für Erwachsene 120 €, sowohl für Ersttermine als auch für Folgetermine. Die Behandlungsdauer bei Kindern beträgt in der Regel ca. 30-45 Minuten und bei Erwachsenen ca. 45-60 Minuten.

    Die Abrechnung erfolgt gemäß der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) in der jeweils gültigen Fassung.

  • Nach jeder osteopathischen Behandlung erhalten Sie eine ordnungsgemäße Rechnung, die Sie bei Ihrer Krankenkasse, Zusatzversicherung oder der Beihilfe einreichen können.

    Die osteopathische Behandlung wird als Privatleistung (Selbstzahler) abgerechnet.
    Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten osteopathische Leistungen im Rahmen von Satzungsleistungen anteilig. Für die Kostenerstattung bei gesetzlichen Krankenkassen ist häufig eine ärztliche Verordnung oder Empfehlung erforderlich. Diese kann Ihnen Ihr Hausarzt oder Facharzt ausstellen.
    Private Krankenversicherungen sowie Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten für Osteopathie in vielen Fällen ganz oder teilweise.

    Bitte informieren Sie sich vor Beginn der Behandlung direkt bei Ihrer Krankenkasse über die individuellen
    Voraussetzungen und die Höhe der möglichen Kostenerstattung.

  • Sie können die Behandlung bar oder per EC-Karte bzw. Kreditkarte bezahlen. Die Zahlung erfolgt direkt nach der Behandlung.

Fragen zur Osteopathie

  • Osteopathie ist eine ganzheitliche, manuelle Heilmethode, die den Körper als Einheit betrachtet. Durch gezielte Handgriffe aktiviert sie die Selbstheilungskräfte und löst Blockaden in Muskeln, Faszien, Organen und Nerven. Ziel ist es, die Beweglichkeit zu verbessern und Funktionsstörungen zu beheben.

    Kernprinzipien:

    • Ganzheitlicher Ansatz: Ein Problem an einer Stelle kann Schmerzen woanders verursachen, z.B. eine Narbe am Bauch kann Rückenschmerzen auslösen.

    • Manuelle Techniken: Osteopathen nutzen ihre Hände, um Spannungen und Einschränkungen in Geweben zu ertasten und zu behandeln.

    • Hilfe zur Selbsthilfe: Der Körper wird befähigt, sich selbst zu heilen, indem Blockaden gelöst werden.

    • Ursachenforschung: Anstatt nur Symptome zu behandeln, wird die Ursache der Beschwerden gesucht und behoben.

    Bereiche der Osteopathie:

    • Parietale Osteopathie: Behandlung des Bewegungsapparates.

    • Viszerale Osteopathie: Fokus auf die inneren Organe.

    • Kraniosakrale Osteopathie: Arbeit mit Schädel und Wirbelsäule, z.B. bei Kopfschmerzen oder Schlafstörungen.

  • Osteopathie kann bei einer Vielzahl von Beschwerden unterstützen, darunter:
    • Rückenschmerzen
    • Nacken- und Schulterschmerzen
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • Verdauungsbeschwerden
    • Schlafstörungen
    • Stress und Spannungszustände
    • Unterstützende Behandlung bei Entwicklungsstörungen bei Kindern

  • Osteopathie eignet sich grundsätzlich für Menschen jeden Alters – von Kindern über Erwachsene bis zu Senioren. Die angewandten Techniken werden individuell auf Alter, Konstitution und Beschwerden angepasst.

  • Es gibt bestimmte Situationen, in denen Osteopathie nicht angewendet werden sollte. Dazu gehören:

    • Akute Notfälle, wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Atemnot

    • Infektionskrankheiten: beispielsweise akute Entzündungen, Fieber oder eitrige Prozesse

    • Frakturen oder Tumorerkrankungen, insbesondere wenn sie unbehandelt sind

    • Frisch operierte Bereiche, während der akuten Heilungsphase

    • Psychiatrische Ausnahmesituationen

    Bei schweren chronischen Erkrankungen sollte Osteopathie nur unterstützend und in Absprache mit Ärzt*innen erfolgen. Die Stärke der Osteopathie liegt in der Behandlung funktioneller Störungen, wenn schulmedizinisch keine Ursache gefunden wird und der Körper dennoch aus dem Gleichgewicht geraten ist.

  • Physiotherapie arbeitet oft symptomorientiert mit Übungen oder Geräten, während Osteopathie ausschließlich manuell und ganzheitlich arbeitet. Osteopathen suchen nach den Ursachen Ihrer Beschwerden im gesamten Körper und behandeln nicht nur die schmerzende Stelle.

    Chiropraktiker konzentrieren sich vor allem auf Wirbelsäule und Gelenke und setzen oft schnelle, impulsartige Techniken ein („Knacken“). Osteopathen arbeiten sanft und fließend, behandeln Gelenke, Organe, Gewebe und das Nervensystem und sehen den Körper als Gesamtsystem, um Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

  • Osteopathie ist als komplementäre, manuelle Therapie anerkannt und wird weltweit von vielen Patienten genutzt – von Kindern über Erwachsene bis zu Senioren. Wissenschaftlich gut untersucht ist Osteopathie vor allem bei Rückenschmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. In anderen Bereichen, etwa bei Verdauungsproblemen, neurologischen Erkrankungen oder Entwicklungsstörungen bei Kindern, laufen die Forschungsarbeiten noch. Obwohl randomisierte Studien noch fehlen, sprechen die positiven Erfahrungsberichte und die hohe Patientenzufriedenheit für sich.

    Studien zeigen, dass Osteopathie insbesondere bei Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und funktionellen Beschwerden positive Effekte haben kann. Auch wenn sie nicht in allen Bereichen als Standardmedizin gilt, wird sie zunehmend als unterstützende Therapie anerkannt und eingesetzt.